Fast hätte ich ihn verpasst, den Film „Die Weisheit des Glücks“. Ich bin keine große Kinogeherin und daher verfolge ich nicht, welche neuen Filme ins Kino kommen. Als ich aber im TV mehr zufällig einen Trailer von diesem Film sah, wollte ich unbedingt ihn sehen. Der Film ist eine beeindruckende Hommage an den Dalai Lama. Ich bewundere ihn und sein Lebenswerk und daher war mein Wunsch sehr groß, diesen Film zu sehen. Nach langem Suchen fand ich eine Vorstellung in dem Rosentalkino in Heiden in der Schweiz, ein kleines, charmantes Genossenschaftskino, abseits des Mainstreams. Am 6. Dezember war es dann so weit: Xuexia, Minqging, Jörg und ich machten uns auf den Weg nach Heiden.
Zurück zum Film:
Diese schweizerisch-amerikanische Produktion ist einerseits eine Art Privataudienz beim Dalai Lama als auch ein Portrait des selbigen. Einerseits spricht er direkt in die Kamera, als spräche er direkt mit den Zuschauer:innen, andererseits wird der Monolog mit sehr viel Bildern und Videos unterlegt, die seltene Einblicke in das Leben des Friedensnobelpreisträgers zeigen.
Die Bilder und Videos zeigen neben persönlichen Aufnahmen des Dalai Lama auch aktuelle Szenen der globalen Herausforderungen. Diese sind manchmal wunderschön und manchmal fast verstörend, zeigen sie doch auch das Greul, das überall auf dieser Welt passiert: Zerstörung, Verfolgung, Folter. Alles das hat seine Heiligkeit und seine Anhänger in Tibet selbst erlebt. Um so beeindruckender ist es, wie sehr er sich für Mitgefühl, Vergebung, Verständnis und daraus resultierend für ein Miteinander einsetzt.
Der Film beginnt mit der Aufforderung des Dalai Lama zu einer Atemübung, um selbst spüren zu können, wie man sich zur Ruhe bringen kann. Anschließend gibt er immer wieder Einblicke in sein Leben und dazwischen teilt er seine Erfahrungen und Erkenntnisse. Er nimmt immer wieder Bezug auf den Buddhismus, aber es ist kein Film über dem Buddhismus. Abschließend leitet er wieder die Atemübung an und es tut wirklich gut.
Der ganze Film hat mir gutgetan. Ich kann „Wisdom of Happiness“ nur empfehlen und hoffe, dass ihn viele Menschen sehen und auch etwas aus diesen wunderbaren Lehren in den Alltag mitnehmen. Für die, die sich gerne weiter mit den Ansichten des Dalai Lama beschäftigen wollen, kann ich noch das Buch: „Das Buch der Freude“, das er gemeinsam mit Desmond Tutu geschrieben hat, empfehlen.
LG, Ursula
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