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Daoistische, Buddhistische, Konfuzianische Weisheit – im alltäglichen Leben, im heutigen Europa

Der Weg der Einheit ist ein in der traditionellen chinesischen Kultur verwurzelter Weg zur Selbstkultivierung. Schon die Bezeichnung des Weges soll eine vereinigende, versöhnende und integrierende geistige Haltung zum Ausdruck bringen. Diese Praxismethode zur Selbstkultivierung für Menschen im Alltagsleben mit ganz normalen Nöten und Sorgen berufen sich auf Lehren und Praxiswege der alten Meister aus Buddhismus, Daoismus (Taoismus) und Konfuzianismus .

Bei einer Gemeinschaft nämlich , die vor allem als offene Gemeinschaft verstanden werden muss, in der die Mitglieder durch die so bezeichneten „drei Schätze“ und die Übung der „Herzenskultivierung“ miteinander verbunden sind, nicht aber durch ein verbindliches Glaubenssystem. Unter dem Dach der gemeinsamen Rituale, der Leitsätze, der Bezugnahme auf die Meister haben konfuzianische Selbstkultivierung, daoistische (taoistische) Weltanschauung, buddhistische Praxis, alte chinesische Volksfrömmigkeit, synkretistische religiöse Vorstellungen, christliche und aufgeklärte naturwissenschaftliche Anschauungen alle ihren Platz. Umgekehrt ist vom Interessenten daher auch eine entsprechende Offenheit und Duldsamkeit gefordert.

Das Eingangs erwähnte Wort Weisheit kann natürlich vielerlei Bedeutungen beinhalten, oft wird es auch ganz spontan mit den drei erwähnten östlichen Traditionen assoziiert. Sind Daoismus, Buddhismus und Konfuzianismus nun also Religionen oder Philosophien? Das Wort „Philosophie“ gefällt uns im Bezug auf den Weg der Einheit recht gut, obwohl seine Wurzeln unverkennbar in einer sehr religiös anmutenden chinesischen Tradition liegen. Philosophie war nämlich in der europäischen Antike wörtlich die „Liebe zur Weisheit“, was ja impliziert, dass die natürliche Weisheit, die in einem selbst innewohnt, durch Üben, durch Tun zur Entfaltung zu bringen ist. Und dieser Übungscharaker, diese Bereitschaft zur Selbstverbesserung, macht auch den Kern der drei chinesischen Traditionen oder „Religionen“ aus.

Was unterscheidet eigentlich „Religion“ von „Spiri­tualität“ im heutigen Sprachgebrauch? Nun, Ersteres wird mehr mit Glauben, mit etablierten Tra­ditionen, mit dem Übernehmen fertiger Antworten auf existentielle Lebensfragen assoziiert, was leider oft zu geistiger Starre, Unduldsamkeit, und generell zu mehr Enge statt mehr Weite führt. Letzteres hingegen meint gemeinhin recht ungenau die Neigung zu „Höherem“, das Interesse an existenziellen Lebensfragen, der Wunsch nach „mehr als Geld ver­dienen und wieder ausgeben“, also eben das Gegenteil des genauso schwammigen Begriffs „Mate­rialismus“. Leider führt das oft zu abgehobener Esoterik und einem Wildwuchs substanzloser Träumereien, bis hin zum Erstarren in extremen Anschauungen. Was beide Fallen vermeiden hilft und den Einzelnen auf den  „mittleren Weg“ sicher vorankommen lässt, ist ein Übungsweg aus alltagstauglicher Meditation, tauglichem Verhalten und dem Kennenlernen bewährter Weis­heits­texte – was also nottut, ist eine gesunde Verbindung von alter Tradition mit geistiger Offenheit und der Berei­tschaft, an sich selbst zu arbeiten statt andere zu kritisieren.

Die Meister des Weges der Einheit vertreten den Anspruch, die Menschen zu ermutigen, den eigenen Weg zur Selbstverbesserung zu gehen und den Weg zum Dao, dieser ursprünglichen Einheit, allen Menschen aufzuzeigen. Dazu bedient man sich der „Drei Schätze“, die über eine traditionelle konfuzianische Zeremonie von einem Meister feierlich an die Schüler weitergegeben werden.

Der Weg der Einheit wendet sich an Menschen, die Harmonie mit sich und mit der Umwelt wertschätzen und dieses Potential noch weiter ausbauen wollen. Es geht darum, trotz vielfältiger energetischer oder karmischer Einflüsse und Hemmungen treu zu sich selbst zu stehen und seine ursprüngliche Natur mit ihren Fähigkeiten zu bewahren und zu entfalten. In der heutigen Zeit der Individualisierung und der Globalisierung, die sämtliche spirituelle Traditionen der Menschheit aufeinander treffen lässt, ist es das Anliegen des Weges der Einheit, dem Einzelnen eine solide alltagstaugliche Praxismethode zur Verfügung zu stellen, ohne seine persönliche und weltanschauliche Freiheit einzuschränken.