Anekdote: Die Flasche, die schwieg – Eine Parabel

Der Fuchs und der Affe waren schon tagelang unterwegs – komplett ausgehungert. Keine Beere, kein Insekt, nicht mal ein alter Keks. Als sie schon dachten, es geht nicht mehr, fanden sie eine Höhle. Darin stand eine alte Statue, und davor zwei Flaschen.

Der Fuchs trat vor und sagte: „Hey, wir haben seit Tagen nichts gegessen. Wenn das so weitergeht, kippen wir um.“

Die Statue antwortete mit ruhiger Stimme: „Eine der Flaschen ist voll mit Essen. Die andere ist leer. Ihr dürft sie nicht anfassen – nur anschauen und euch für eine entscheiden.“

Der Fuchs sah sich die Flaschen genau an, kratzte sich am Kopf und sagte dann: „Hm … ehrlich gesagt, sehen beide ziemlich leer aus. Wahrscheinlich sind sie’s auch.“

Da meldete sich plötzlich eine der Flaschen zu Wort: „Hey! Ich bin nicht leer!“

Der Fuchs zuckte nur mit den Schultern, schnappte sich die andere – und bingo: sie war voll mit Essen.

Der Affe glotzte ihn an. „Wie hast du das bitte gecheckt?“

Der Fuchs grinste: „Ganz einfach. Wer wirklich was zu bieten hat, bleibt meistens still. Aber wer nix hat, der schreit am lautesten, um’s zu verbergen.“



Kategorien:Anekdoten

Schlagwörter:,

Hinterlasse einen Kommentar