Sie sind lediglich Erscheinungen des Geistes

Ein Zitat aus dem Buch „Praxis des Zen“, einer Sammlung von Zitaten des Seniorobermeisters Gao Binkai:

(Anm. d. Red.: Dieses Zitat wurde während eines von Seniorobermeister Gao geleiteten Retreats ausgesprochen. In diesen Retreats werden die sogenannte Drei-Schätze-Herzenslehre, die verschiedene Methoden der Meditation bereitstellt, praktiziert. Dazu gehören die Meditation mit dem Stillen Mantra und die kontemplative Selbstbetrachtung über das Geheime Portal.)

Wer rezitiert eigentlich? Rezitiert der Mund? Rezitiert das Herz? Soll man sogar im Schlaf weiter rezitieren? Rezitiert man auch noch nach dem Tod? Wenn zur Meditationsfrage eine existenzielle Fragestimmung in uns entsteht, soll man seine Aufmerksamkeit darauf richten – das bedeutet, zur eigenen wahren Natur zurückzukehren. Wenn man nicht standhaft übt, fällt man leicht in Trägheit. Kommt Trägheit auf, soll man den Rücken aufrichten, sodass das Yang-Qi (klare, aktive Energie) aufsteigen kann – dann wird der Geist von selbst wach. Man soll die Gedanken kommen und gehen lassen, ohne ihnen Beachtung zu schenken. Sobald man ihnen Beachtung schenkt, blockieren sie in der Brust – das führt zu Brustschmerzen. Wenn sie nach unten drängen, bläht sich der Bauch. Gerät man in einen Zustand des Yin-Qi (trübe, passive Energie), entstehen allerlei Probleme. Man sieht Leere oder helle Lichtvisionen und meint dann irrtümlich, man sei zur Erleuchtung gelangt und Buddha geworden.

Die Lebewesen sehen oft das Leid als Glück an, das Unbeständige als beständig, das Nicht-Selbst als Selbst und das Unreine als rein – das sind die vier fundamentalen Verirrungen, an die sie sich verzweifelt klammern und denen sie mit ganzer Kraft nachjagen. Im Kreislauf von Geburt und Tod glauben sie oft, dass sie diese Verirrungen beseitigen müssten – dass sie das Leid, die Unbeständigkeit, das Nicht-Selbst und das Unreine bearbeiten und überwinden müssten. Doch man soll sich bei der Dao-Praxis nicht mit diesen Dingen selbst zu beschäftigen – sie sind lediglich Erscheinungen des Geistes.

念佛的到底是誰,是口念,心念,睡著時還要念嗎?死了還念嗎?當我們對話頭產生疑情時,要去顧盼著它,即是反照自性。行若不堅,就會落入昏沉,昏沉上來,腰桿挺直,讓陽氣上頂,精神自然提起,讓念頭來來去去,不要去理他。你一理它,橫在胸口,胸就會痛,向下則肚脹,若落於陰境,就會產生種種的毛病,見空、見光明境界,以為自己開悟成佛了。

眾生常見『苦計為樂、無常計為常、無我計為我、不淨計為淨』四種顛倒,且死命地追求,我們在生死裡邊,常以為有顛倒可斷除,有苦、無常、無我、不淨可修,修道不是要修這些,這些只是心的作用。——《禪的實踐(五) 七天修道實驗班概述 第六十九頁》



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