
Ein Zitat aus dem Buch „Praxis des Zen“, einer Sammlung von Zitaten des Seniorobermeisters Gao Binkai:
(Anm. d. Red.: Dieses Zitat wurde während eines von Seniorobermeister Gao geleiteten Retreats ausgesprochen. In diesen Retreats werden die sogenannte Drei-Schätze-Herzenslehre, die verschiedene Methoden der Meditation bereitstellt, praktiziert. Dazu gehören die Meditation mit dem Stillen Mantra und die kontemplative Selbstbetrachtung über das Geheime Portal.)
Schlägt man den Gedanken tot, so erst kann der Dharma-Körper lebendig werden! Ganz gleich, ob es ein Gedanke oder eine Handlung ist – alles entspringt dem eigenen Herzen. Dies ist das Wirken des Dao-Wesens: Wer tiefgehende Verinnerlichung erlangt hat, wirkt sowohl mit Absicht als auch ohne Absicht. Diese Lehre kennt keine feste Form – sie gleicht dem Trinken von Wasser: Ob es kalt oder warm ist, weiß nur derjenige, der es selbst erfährt.
„Wenn das stille Mantra entgleitet, dann hebt man es einfach wieder auf – sobald man es aufgreift, ist es da. Doch wenn man es so weit erfasst, dass es keinen Ort mehr gibt, an dem man es aufgreifen könnte, dann geschieht das Wirken ohne Gedanken von selbst. Es geht also nicht darum, es ständig aufzugreifen und wieder loszulassen – das wäre ein Geist, der Geburt und Vergehen unterliegt. Nein, es geschieht ganz natürlich, ein Klang folgt dem anderen.
Man darf nicht denken, dass allein durch das Erreichen von ‚Versenkung‘ schon alles getan sei. Plötzliche Erleuchtung und schrittweise Kultivierung gehören zusammen – sobald Verunreinigung entsteht, weicht man vom Weg ab. Kleine Fragen führen zu kleiner Erkenntnis, große Fragen zu großer Erkenntnis. Wer sich mit aufrichtigem Geist vertieft, dessen Sammlung kennt kein Kommen und Gehen, dessen Herz ist weder innen noch außen. Man darf sich nicht an Vorstellungen klammern – völlig loslassen, restlos loslassen. Gier, Zorn, Verblendung, Überheblichkeit, Zweifel und falsche Sichtweisen müssen vollständig abgewaschen werden – dann kehrt man zum ursprünglichen Zustand zurück. Wer eigene Fehler erkennt, sich wahrhaftig läutert und loslässt, hat den Weg verstanden.“
打得念頭死,方得法身活!不管是念也好,用也好,都是從自己心裡面發出來的,這就是道體的用,就是有了深入的功夫,有心也是用,無心也是用,[…],此法無定法,如人飲水,冷暖自知。——《禪的實踐(五) 七天修道實驗班概述 第五十五頁》
真經跑掉了,就再把它提起來,提起來就有了。提到無處可提時,當下就是無心用了,所以不是要你一直提起來再放下,提起來再放下,這就是起了生滅心了,不是的,就是很自然的,一個音接著一個音。不要以為有『定』就滿足了,頓悟漸修,染污即離位。小疑小悟,大疑大悟,用心參,定無出入,心無內外,不可妄執,完全放下,徹底放下。把貪瞋癡慢疑邪見通通洗掉,恢復原來的就是。會懺悔、會改過、會放下。——《禪的實踐(五) 七天修道實驗班概述 第五十六頁》
Kategorien:Zitate der Meister, Zitate des Seniorobermeisters
Danke, für diese schöne tiefgründige Darlegung des Auflösens der Grenzen bei der Auflösung der Gedanken.
Danke für dein Feedback.