Erfahrungsberichte Retreat 2023 von Monika und Herbert Dürr

„Den Weg des Tao werde ich weitergehen“

Monika Dürr

Nachdem ich von unserem Leiter in Salzburg, Herrn Wen-Kuang Chiu erfahren hatte, dass heuer nach dreijähriger Pause ein Meditationsretreat stattfindet, war für mich klar, da möchte ich wieder dabei sein. Die Vorfreude war groß, endlich gibt es ein Wiedersehen mit Meister Cai aus Taiwan, den Meistern aus Wien und Thailand, mit Mingqing, unserem Übersetzer und seiner Frau, den Meditationsfreunden aus verschiedenen Ländern und den liebgewonnenen Menschen aus dem Tempel in Wien.

Welche Eindrücke habe ich vom Meditationsretreat heuer mitnehmen dürfen?

Von den Meditationssitzungen in den ersten vier Tagen Beständigkeit, ein stilles ruhiges Herz und kaum Schmerzen im Körper – ungewöhnlich, sollen doch die ersten drei Tage am anstrengendsten sein. Die Veränderung ab Tag fünf brachte eine Entzündung in der Achillessehne beidseits, wodurch mir ein Laufen unmöglich wurde, Schmerzen in der Hüfte beim Sitzen folgten. Die ausgleichenden 70-minütigen Yogaeinheiten am Nachmittag konnte ich nur mehr eingeschränkt mitmachen. Was war passiert? Vielleicht Überanstrengung?

Ich nahm die Veränderung an und versuchte ein ruhiges Herz zu bewahren. Den Weg des Tao werde ich weitergehen.

„Es geht mir körperlich und seelisch wesentlich besser“

Herbert Dürr

Vorwort:

Zwei Wochen vor Beginn der Meditation habe ich mir bedingt durch meine Schmerzen im Lendenwirbelbereich (Operation) nicht gedacht, dass ich an der Meditation teilnehmen kann, letztendlich habe ich mich entschlossen, es zumindest zu versuchen.

Verlauf der sieben Tage:

In den ersten zwei Tagen hatte ich noch Schmerzen im unteren Rückenbereich und auch im rechten Kniegelenk. An eine Laufmeditation war nicht zu denken und ich habe die Gehmeditation versucht. Am 3.+4. Tag wurden die Schmerzen bei der Gehmeditation immer stärker, sodass ich einige Pausen einlegen musste. Auch habe ich aufgrund der Knieschmerzen die Sitzmeditationshaltung öfters wechseln müssen. Am 5.+6. Tag der Meditation wurden die Schmerzen sowohl im Sitzen als auch im Gehen besser. Dass ich bisher 6 Tage durchgehalten hatte, hätte ich mir vor Beginn der Meditation nicht vorstellen können. Am letzten Tag der Meditation habe ich zum ersten Mal die Laufmeditation probiert und überraschenderweise hatte ich keine Probleme.

Fazit:

Aus heutiger Sicht (nach einer Woche) kann ich nur sagen, dass ich trotz meiner Bedenken froh bin diesen Retreat gemacht zu haben, da es mir dadurch körperlich und seelisch wesentlich besser geht. Aufwärmübungen und Yoga haben sicherlich zu meiner Verbesserung beigetragen. Aufgrund meiner Schmerzen konnte ich die fünf Töne in den ersten vier Tagen der Meditation nur teilweise hören. Die restlichen drei Tage wurden immer besser (teilweise 90 %) und die 5 Töne waren beim Einschlafen und Aufwachen automatisch da.

Essen:

das Essen war in den vergangenen Meditationen sehr gut, aber diesmal hat es alles geschlagen. Ich denke, dass ich in den letzten Jahren eine Woche lang noch nicht so gut gegessen habe (obwohl alles vegetarisch war und ich eigentlich ein Fleischesser bin).

Unterkunft:

Ich durfte in einem Zweibettzimmer schlafen und daher war die Schlafqualität sehr gut.

Besonderen Dank an Mingqing



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