„Im kalten Licht des klaren Mondes ist das ganze Universum leer.“

Ein Auszug aus dem Buch „Praxis des Zen“, eine Sammlung von Erläuterungen aus dem Dao-Praxis-Retreat vom Seniorobermeister Gao Binkai

„Die Ochsenhüter-Bilder von Chan-Meister Puming“

Zehnte Stufe: Duale Auflösung

Vers:

Weder Mensch noch Ochse sind mehr zu sehen – beide spurlos verschwunden.
Im kalten Licht des klaren Mondes ist das ganze Universum leer.
Willst du wissen, was das alles bedeutet?
Wilde Blumen und duftendes Gras – einfach da, von selbst.

Kommentar:

In der zehnten Stufe ist die vollkommene Verwirklichung erreicht – die große Vollendung, die Verwirklichung der Buddha-Natur in ihrer vollkommenen Reinheit. Dies ist die Stufe des „Immerwährenden Stillen Lichtreichs“ (常寂光土), die Ebene der Buddhaschaft.

Sowohl das, was erkennt (der Erfahrende), als auch das, was erkannt wird (das Objekt) – also „der, der denkt“ und „das, woran gedacht wird“ – sind vollständig leer geworden. Es gibt keine Gedanken mehr, weder heilsame noch unheilsame, keine Trennung mehr zwischen Subjekt und Objekt, keine Spur von Ich oder Ding. Mensch und Ochse – Symbol für das Subjekt und die Leidenschaften – sind beide verschwunden.

Es ist der Zustand der nicht-dualen Verwirklichung, in dem selbst Begriffe wie „Weisheit“ und „Verblendung“ ihre Gültigkeit verlieren. Es bleibt nichts mehr, was gefasst oder festgehalten werden kann – und doch ist alles durchdrungen von ursprünglicher Klarheit.

Unser Erhabener Lehrer sagte einst:
„Das Dao zu praktizieren heißt, das Herz zu kultivieren; den Weg zu verwirklichen heißt, ihn mit ganzem Herzen zu leben.“
– Dies zeigt: Der wahre Weg liegt in der Rückkehr zum ursprünglichen Herzen – absolut rein, wahrhaftig und heilsam.

Daher muss sich der ‚Dao‘ im täglichen Leben verwirklichen, um das innere himmlische Prinzip und Gewissen zum Ausdruck zu bringen, den gegenwärtigen Gedanken gut zu wahren, den höchsten Wert und Sinn des Lebens zu verwirklichen und so den letztendlichen, vollkommen harmonischen Zustand zu erreichen.

— Aus Praxis des Zen (Teil 11): Das höchste Verständnis des Zen erlangen, Seite 106-107

普明禪師牧牛圖

雙泯第十

人牛不見杳無蹤,明月光寒萬象空。若問其中端的意,野花芳草自叢叢。

到第十步的時候,是大圓滿,常寂光土,就是成佛的一個境界。能念、所念完全都空了,念頭也空了,智慧的念頭、煩惱的念頭,能所雙亡的境界,也看不到人,也看不到法,看不到物了。

師尊慈悲:『修道修心,辦道盡心。』已經點明修道辦道的根本功夫,是在回歸本心,回歸到這個至善、至真、至美的清淨地。因此『道』要體現在生活當中,去彰顯出內在的天理良心,好好的守住當前一念,實現生命最崇高的價值與意義,已達究竟圓融的境界。

—《禪的實踐(十一)領悟禪的究竟 第一百零六至一百零七頁》

<<< Neunte Stufe „Reine Klarheit“ – „Der Hirtenjunge klatscht in die Hände, singt laut im Mondlicht“



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