Die Quelle des Lebensgeistes

Ein Auszug aus dem Buch „Gütige Worte des Zen-Geistes des Altmeisters Binkai“, eine Sammlung von Zitaten des Seniorobermeisters Gao Binkai

Gemäß dem Geist des Weges der Einheit (I-Kuan-Tao) beginnt die Praxis mit der Läuterung des Herzens und der Selbstkultivierung, und dies hinaufzuführen zu der Schlichtheit und Harmonie von Familie und Gesellschaft, um das gemeinsame Gewissen der Menschheit wiederzufinden, die Quelle des „von Natur aus guten Wesens“ zu erwecken, sodass die angeborene menschliche Natur von kindlicher Ehrfurcht, geschwisterlicher Verbundenheit und elterlicher Güte weder durch materiellen Wohlstand verdunkelt noch durch den Fortschritt der Technologie entfremdet wird. Wir sollen gemeinsam diese natürliche, freie und schöne Quelle des Lebensgeistes entfalten.

— Aus Gütige Worte des Zen-Geistes von Ältester Binkai, Seite 20

(Anm. der Red.) Dieser Text ist von der konfuzianischen Kultur geprägt und folgt einem normativen Ideal. Aus moderner psychologischer Sicht lässt sich dies so interpretieren, dass menschliche Tugenden wie Vertrauen, Verbundenheit und Güte durch subtile psychologische Prozesse in der frühen Kindheit geformt werden. Kinder sind von Natur aus auf die Fürsorge ihrer Eltern angewiesen, da sie selbst nicht überleben könnten. Durch diese Abhängigkeit entwickeln sie instinktiv Vertrauen in die Eltern, erleben Schutz und Orientierung und nehmen unbewusst die Fähigkeiten und Kompetenzen der Erwachsenen wahr. Aus diesem frühen Vertrauen entsteht eine subtile Form von Respekt und Bewunderung, die das Kind in seiner späteren Entwicklung begleitet. Auch die Beziehungen zwischen Geschwistern sind psychologisch eng mit der elterlichen Fürsorge verknüpft. Jüngere Kinder beobachten, wie ältere Geschwister Schutz übernehmen und Fürsorge zeigen – Verhaltensweisen, die sie bei den Eltern gelernt haben. Auf diese Weise wird Vertrauen teilweise auf die älteren Geschwister übertragen, und es entsteht eine natürliche Nähe und Verbundenheit, die von frühester Kindheit an geformt wird und das ganze Leben begleiten kann. Eltern ihrerseits bringen instinktiv Mitgefühl, Schutzbedürfnis und elterliche Güte für ihre Kinder auf, eine angeborene Motivation, die Geborgenheit schafft und die Entwicklung von Vertrauen, Selbstsicherheit und sozialer Kompetenz fördert.

Diese drei Facetten – kindliches Vertrauen, geschwisterliche Verbundenheit und elterliche Güte – bilden somit eine psychologisch nachvollziehbare Grundlage der natürlichen Menschlichkeit, die weit über die Familie hinauswirkt und auch das gesellschaftliche Verhalten prägt: Menschen, die in einem Umfeld von Vertrauen, Nähe und Fürsorge aufwachsen, entwickeln typischerweise Empathie, Solidarität und kooperatives Verhalten gegenüber anderen. Umgekehrt können familiäre Konflikte, Vernachlässigung oder Belastungen diese Werte schwächen – ein Phänomen, das heutzutage sehr häufig zu beobachten ist. Solche Erfahrungen führen oft zu Enttäuschung und Misstrauen und lassen viele Menschen an der Natürlichkeit dieser Werte zweifeln. Gerade deshalb ist es entscheidend, bewusst auf diese Anlagen zu achten, sie zu pflegen und zu schützen, damit sie nicht nur im familiären Rahmen, sondern auch in der Gesellschaft als Quelle von Güte, Harmonie und sozialer Verantwortung wirksam bleiben.


一貫弟子將本著一貫道的宗旨和精神,從正心修身開始,昇華到家庭社會的純樸祥和,找回人類共同的良知,喚醒“性本善”的源頭,使人類“孝悌慈”的天性,不因物質文明而黯淡。不因科技進步而疏遠,我們要共同發揚這天性自由優美的活泉。——《斌凱老人禪心慈語第二十頁》



Kategorien:Zitate der Meister, Zitate des Seniorobermeisters

Schlagwörter:, , , , , , , , , ,

Hinterlasse einen Kommentar