
Ein Zitat aus dem Buch „Gesammelte Worte des Seniorobermeister Gao“, eine Sammlung von Zitaten des Seniorobermeisters Gao Binkai
Was bedeutet wahre „Größe“? In unserer heutigen Welt verbinden wir Größe oft mit Rampenlicht, Bekanntheit, Macht oder Leistungsfähigkeit. Doch das ist nicht die Größe, von der die Weisen sprechen. Der Weise sagt: „Nur der Himmel ist wahrhaft groß.“ Wie weit ist dieser Himmel? Grenzenlos! Wie gewichtig ist er? Unendlich! Der Grund, warum es uns Menschen oft schwerfällt, das Dao, den wahren Weg, zu verwirklichen, liegt in unseren vielen illusionären Anhaftungen. Der Erhabene Lehrer hat uns den himmlischen Sinn vermittelt, genau um die unruhigen, abschweifenden Gedanken unseres Geistes zur Ruhe zu bringen, damit wir umkehren und mit dem Ursprung, der himmlischen Mutter, eins werden können.
Deshalb sollten wir Tugend und Verdienste durch gutes Handeln kultivieren, um dieses große, universelle Wirken in uns sichtbar zu machen. Wir sollten uns nicht länger im engen Kreis von Richtig und Falsch oder in emotionalen Verstrickungen verlieren, uns über Dinge ärgern, die wir nicht kontrollieren können, oder gar in Aggression verfallen. Bitte handeln Sie nicht aus bloßer Cleverness, rationalem Kalkül, egoistischen Begierden oder emotionalen Impulsen heraus – all das entspringt der vergänglichen, weltlichen Natur und lässt unsere wahre, umfassende Natur verkümmern.
Im Mengzi (Buch Gaozi) heißt es: „Wer dem großen Teil seines Selbst folgt, ist ein edler Mensch; wer dem kleinen Teil seines Selbst folgt, ist ein kleiner Mensch.“ Der große Teil steht für unser ursprüngliches, wahres Herz; der kleine Teil für die körperlichen Sinne und Begierden. Wer aus dem wahren Herzen heraus handelt, erlangt wahre Größe; wer sich nur von den Sinnen leiten lässt, bleibt engstirnig. Auch im Podiumsutra des sechsten Ahnlehrers Huineng heißt es: „Die eigene Natur ist groß, weil sie alle Gesetzmäßigkeiten in sich birgt. Alle Dinge existieren in der Natur des Menschen. Wenn man das Gute und das Schlechte in den Menschen sieht, ohne daran anzuhaften oder es abzulehnen, und wenn das Herz unbefleckt bleibt wie der leere Raum – das nennt man wahrhaft groß.“
Daher ist wahre Größe immer das „Eine“ – das Absolute –, und nicht die Spaltung, das Duale oder das berechnende Vergleichen. Ob wir nun heiligen oder weltlichen Tätigkeiten nachgehen: Alles sollte aus diesem Bewusstsein der umfassenden Größe heraus geschehen. Das bedeutet jedoch keineswegs, dass wir durch die spirituelle Praxis stolz werden und uns über andere erheben sollen – das wäre eine verfehlte, arrogante Größe. Wahre Praxis führt uns vielmehr zu tiefer Demut und Feinheit. Erst wenn wir so klein werden, dass das Ego, das „Ich“, völlig verblasst, offenbart sich jene wahre Größe, die Himmel und Erde verbindet.
Wenn wir unser tägliches Leben betrachten, stellen wir fest, dass das, was wir meistens suchen, uns vorstellen, worüber wir streiten oder uns Sorgen machen, letztlich nur egoistischer Natur ist. Auf dem spirituellen Weg sind wir hier, um diese wahre „Größe“ zu erlernen. Was unser Erhabener Lehrer uns vermittelt und anvertraut hat, ist genau diese Größe, dieser „Himmel“ in uns. Er ist unser wahrer innerer Meister, das Göttliche, das Heilige, die Buddhanatur, die uns vollständig aufgezeigt wurde. Wir dürfen dieses Geschenk niemals geringachten; alle Wesen auf dieser Welt tragen es vollkommen in sich.
Konfuzius sagte einmal zu seinen Schülern: „Ich möchte fortan schweigen.“ Sein redegewandter Schüler Zigong fragte daraufhin besorgt: „Wenn der Meister nicht mehr spricht, was sollen wir Schüler dann überliefern und lernen?“ Konfuzius antwortete: „Spricht der Himmel etwa? Und doch vergehen die vier Jahreszeiten in stetem Wechsel und alle Dinge wachsen und gedeihen. Spricht der Himmel etwa?“ Damit zeigte Konfuzius: Das wahre Dao bedarf keiner Worte. Wenn wir Himmel und Erde beobachten, sehen wir, dass der Himmel nie ein Wort verliert – und dennoch läuft alles in perfekter Ordnung und Harmonie ab.
An anderer Stelle sagte Konfuzius über seinen Lieblingsschüler: „Ich kann mich den ganzen Tag mit Yan Hui unterhalten, und er widerspricht mir nie, als wäre er einfältig. Wenn er sich dann zurückzieht und ich sein privates Leben betrachte, sehe ich, wie er das Gelernte im Alltag anwendet und sogar noch weiterentwickelt. Nein, Yan Hui ist keineswegs einfältig.“ Warum war das so? Weil Yan Hui den inneren „Himmel“ verstanden hatte. Deshalb konnte er in ärmlichsten Verhältnissen leben – in einer engen Gasse, wo andere das Elend kaum ertragen hätten –, ohne dass seine innere Freude jemals ins Wanken geriet.
––Aus dem „Gesammelten Worte des Seniorobermeister Gao“, Seite 127-137
什麼是「大」呢?我們的「大」,可能是出鋒頭、打知名度,做個強者、能者。這些都不是聖人所說的大。聖人說「惟天惟大」,只有「天」才是最大的。天有多寬?「無極!」多重?「無限!」人難成道的理由就是「妄執」多,老師傳給我們「這個」,為的就是要收回心猿意馬的妄念,讓我們回歸,與老母合一。因此我們要趕緊行功立德,把祂的大用彰顯出來,別老是沉溺在是非、顛倒的小圈圈,遇有擺不平的事就氣惱,氣不過就動粗。請不要以聰明、巧智、私慾、氣稟來辦事,這是後天的,會使我們的大體變小。
孟子告子篇說:「從其大體為大人,從其小體為小人。」大體為本心,小體為官能慾望。能依照本心去做,就是大人;依照感官去做就是小人。六祖壇經亦云:「自性能含萬法是大,萬法在諸人性中,若見人惡之與善,盡皆不取不捨,以不染著,心如虛空,名之為大。」
所以,真正的大是「一」,不是二或分別計較的,我們行功了願也好,為兒女忙碌也好,全都要以這個大身來做。但是,並非叫我們愈修愈自大,覺得自己愈來愈強,以致眼中無人,這是要不得的大。而是愈修愈謙虛、微細。小到沒有「我」的存在,才能顯出真正頂天立地的大。
再反觀我們在平時所追求、想像、計較、煩惱的,儘是為個己之私而已,所以到道場來就是要學「大」。大家想想,老師奉母命來傳給我們什麼?囑咐給我們什麼?就是這個大,也就是這個「天」,這就是我們的真主人,祂就是神,祂就是聖,祂就是佛,完全具足的交待給我們,我們千萬不能看輕祂,天下眾生是完全具足祂的。
所以孔子曾說:「吾欲無言。」他的弟子,能言善道的子貢馬上請示:「夫子如不言,則小子何述焉?」(老師如果不講話,那我們向誰學習呢?)孔子曰:「天何言哉,四時行焉,百物生焉,天何言哉?」對子貢,孔子是這樣回答。(人何以一定要講話?真正的道是不須用語言文字的,觀察天地就知道,上天曾說過話嗎?沒有,可是春夏秋冬四時運行得如此分明、如此規律,萬物在天地間也照常生長,上天何曾說過什麼話?)
另一方面孔子又說:「吾與回言終日,不違如愚,退而省其私,亦足以發,回也,不愚。」(我和顏回談話一整天,他從沒有反對過,看起來笨笨的,當離開我在家單純生活時,作人做事都會自我檢討,不但能懂我的意思,還能更進一步發揮我的所指,由此看來顏回並不笨。)為什麼?因為顏回明白「天」,所以他能夠「居陋巷,人不堪其憂,回也不改其樂。」
——《高老前人慈語集錦第一百二十七至一百三十七頁》
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